Seminare/ Vorträge

ADHS

Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von AD/HS. Pädagogische Hilfestellungen sind Teil des Seminars.

Akut-Psychologie und Krisenintervention

Situationen wie die Amokfahrt in Graz stellen ungewöhnliche Herausforderungen an psychosoziale Helfer. Jede unerwartete Katastrophe – sei sie nun in privatem Rahmen oder medienwirksam – braucht erste akut-psychologische Herangehensweisen. Die hier verwendeten Techniken sind meiner Erfahrung nach nicht Teil der psychologischen, psychotherapeutischen oder anderer psychosozialer Ausbildungen und sollen nun hier gelernt werden. Was tun, wenn jemand akut verzweifelt und in der Krise ist?

Ziele:

  • Erlernen von Akutinterventionen bei akutem psychischem Schock
  • Planung der Interventionen über die ersten Tage und Wochen eines akuten psychischen Schocks

An der Grenze: Persönlichkeitsstörungen und ihre selbst- und fremdschädigenden bis delinquenten Umgangsformen

Inhalt Persönlichkeitsstörungen werden in ihrer Ursache und ihren spezifischen Folgen für die Beziehungsgestaltung der Betroffenen besprochen. Verschiedene Persönlichkeitsstörungen werden in ihrer Eigenart definiert. Spezielles Augenmerk richten wir auf selbst- und fremdschädigende Verhaltensweisen, z.B. Sexualität, Delinquenz, Selbstverletzung und Substanzgebrauch. Die psychoanalytische Objektbeziehungstheorie dient zum tieferen Verstehen der Verhaltensweisen und als Orientierung zum Umgang mit solchen Menschen. Eigene Fälle aus meiner Erfahrung dienen zur Illustration. Die Lebenserfahrung und die Fälle der TeilnehmerInnen sind integraler Bestandteil des Seminars.Ziele: Die TeilnehmerInnen verstehen besser, wie sie mit persönlichkeitsgestörten Menschen umgehen können. Grenzsetzung, Strukturierung des Kontakts, aber auch Verwicklungen können besser erkannt und wieder aufgelöst werden. Das bessere Verständnis erleichtert die Beziehungsaufnahme der TeilnehmerInnen mit betroffenen Menschen und schützt sowohl TeilnehmerInnen als auch KlientInnen vor den Folgen zu erwartender Verwicklungen.

Die Standhaftigkeit aus der Wut und die Entschlossenheit aus der Angst entwickeln


Angst und Wut sind üblicherweise abgewertete Emotionen, welche die Meisten von uns zu verdrängen versuchen. Doch sowohl Angst als auch Wut enthalten wesentliche Kräfte für unser Leben. Wenn wir diese nutzen lernen, können wir wesentlich klarer und geerdeter werden. Vermeidung verhindert die meiste Lebensfreude und so führt dieses Seminar zu mehr Freude im Leben.

Angst- Panik- und Zwangsstörungen

Das mehrebenige, komplexe Zusammenwirken von Genetik, Psyche, sozialem Umfeld und Lebensereignissen auf die Entstehung, Unterhaltung und Heilung von Angst, Panik und Zwangsstörungen wird beleuchtet. Verschiedene Angst-, Panik- und Zwangsstörungen werden in ihrer Symptomatik erklärt und dadurch erkennbar gemacht. Behandlungsansätze auf Körper, Psyche, Sozialsystem und Lebensereignisse werden nähergebracht. Natürlich werden sowohl medikamentöse, als auch nicht-medikamentöse Behandlungsansätze erläutert.

Andere Erkrankungen, die zwar mit Angst-, Panik- und Zwangssymtpomen einhergehen, aber in ihrer Qualität gänzlich anders sind, werden zum Unterschied abgegrenzt und der Unterschied verständlich gemacht.

Dabei wird die psychoanalytische Objektbeziehungstheorie als Verständnisrahmen verschiedender Ängste und deren Behandlung einiges verstehbar machen.

Ziel ist es, nach dem Vortrag die Symptome einer Angst-, Panik- und Zwangsstörung als solcher zu erkennen und von anderen Erkrankungen mit Angst, Panik und Zwang abgrenzen zu können.

Arbeiten mit KundInnen mit herausfordernden Verhaltensweisen im Behindertenbereich

Auf den Spuren des Glücks

Ein Seminar ganz für Sie selbst. Und für Ihre Kunden. Was macht es aus, dass manche von uns unter schwierigsten Umständen dennoch glücklich sein können? Inmitten des Chaos des menschlichen Lebens? Jahrtausende Forschung liegen hinter uns und in den letzten Jahrzehnten auch die Erkenntnisse westlicher Forschung und Neurobiologie. Wir übern in diesem Seminar das Glücklichsein. Doch weil es dazu auch Wissen braucht, gibt es auch jede Menge Theorie.

Aus dem Dunkel ins Licht: Schwächendes in Stärkendes verwandeln

Auf der Suche nach Leichtigkeit, Licht und Glück kann es passieren, dass wir die dunklen Seiten in uns und unserem Leben vermeiden. Wir wehren sie ab, verwünschen sie oder leiden unter ihnen. Es erscheint uns unvorstellbar, dass am Dunkel etwas Positives sein könnte.
Doch gerade das Dunkle in unserem Leben birgt die Chance großer Entwicklung in sich. Wir begeben uns auf Schatzsuche und finden die Schätze genau dort, wo es dunkel ist in uns. Schwächendes wird zu Stärkendem. In diesem Seminar nutzen wir Methodenvielfalt und Ressourcenreichtum, um innere Schätze ans Licht zu heben.

Aus dem Trauma aussteigen – Vergebung und Selbstvergebung


Wir Menschen denken und fühlen oft in den drei Traumapositionen Täter, Opfer und Retter. Es passiert leicht, zwischen den dreien Karussell zu fahren und nicht herauszufinden. Doch zum Glück gibt es Wege, wie wir aus diesem Irrgarten herausfinden. In diesem Seminar beschreiten wir solche Wege. Und wenn wir aus dem Irrgarten herausfinden, sind wir in einer Position, die jenseits von Täter, Opfer und Retter liegt. Und nur eine solche Position führt dazu, dass wir das Trauma nicht wiederholen bzw. weiterhin mitten im Trauma leben, auch wenn es längst vorbei ist.

Autismus und andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen

Symptome, Diagnostik und Therapie sowie der Umgang mit Menschen mit Erkrankungen aus dem autistischen Formenkreis werden vermittelt und anhand möglicher Fallbeispiele der TeilnehmerInnen oder des Vortragenden bearbeitet.

Autismus: Neurobiologie und Genetik

Neurobiologische Grundlagen des sozialen Gehirns werden anhand der Ergebnisse von bildgebenden Verfahren und Genetik beleuchtet.

Belastungen und Resilienz bei psychiatrischen Erkrankungen

Welche Umstände führen zur Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen? Wieso werden die einen unter Umständen krank, unter denen die Anderen noch gesund bleiben? Welche sozialen und psychodynamischen Hintergünde sind bekannt?

Anstatt einseitigen Theorien welcher Richtung auch immer zu folgen, versuche ich, eine mehrebenige Betrachtungsweise von Einflußfaktoren aus dem genetischen, psychischen, sozialen und Lebensereignisfeld heranzuziehen, um sowohl, Belastungs-, als auch Resilienzfaktoren zu erklären. Interessante Zusammenhänge aus genetischer und psychosozialer Forschung werden aufgegriffen und beleuchtet.

Nelson Mandela und Mahatma Gandhi werden ebenso Thema wie die neuseeländische Stadt Dunedin und der Zusammenhang mit den kurzen Allelen des Serotonintransportergens. Lassen Sie sich verführen in eine Welt, in der zeitweise der Wille zählt, zeitweise wir nicht Herr in unserem Haus sind, sondern unser Unbewusstes. Das Bewusste kann trainiert werden, öfter und hilfreicher dann das Unbewusste zu kontrollieren, wenn wir durch Stress überwältigt unseren Kopf verlieren.

Durch ein klareres Verständnis von Resilienz und Belastung wird es möglich, mit mehr Präzision sich und anderen hilfreich zu begegnen.

Bindung als Konsequenz

Schlüsselwörter: Neurobiologie, Bindungstrauma, Körpersprache

Hintergrund

Bindungstrauma führt zu spezifischen Herausforderungen in der Beziehungsgestaltung für beide Seiten. Menschen mit Bindungstrauma stehen in einem Dilemma: auf der einen Seite brauchen Sie wie wir Alle Bindung als seelische Nahrung, ohne die sie verhungern würden; andererseits wühlt Bindung das Bindungstrauma auf und Schutzreaktionen wie Kampf, Flucht oder Erstarrung werden aktiviert.

Methode

Statt Bindungsabbruch als Konsequenz anzudrohen und damit das Traumasystem zu aktivieren, werden Bindungssignale definiert, welche unmissverständlich die Differenzierung zwischen Bedrohungs- und Bindungssignal möglich machen. Durch die Aktivierung des Bindungssystems wird Oxytocin ausgeschüttet und das Traumasystem beruhigt.

Ergebnisse

Durch eine klar auf Bindung und Mentalisierung ausgerichtete Haltung verändert sich unsere implizite Körpersprache. Stressreaktionen werden vermieden und Bindung ohne Eskalation wird möglich.

Bindung und Mentalisierung

Peter Fonagy und Mary Target haben das Bindungskonzept um den Begriff Mentalisierung erweitert. Das Konzept ermöglicht, zu erklären, wie Bindung weitergegeben wird. Durch das Verständnis des Wie wird auch das Wie der Therapie von Bindungsstörungen verständlich. Hinter dem Konzept stehen Ansätze der Psychoanalyse und Neurobiologie.

Mentalisierung ist die dem Menschen angeborene Fähigkeit, über sich, Andere und seine Interaktion mit diesen Menschen nachzudenken. Die Fähigkeit zur Mentalisierung auf Seiten der Bezugspersonen eines Kindes ist der stärkste erklärende Faktor für die Weitergabe von Bindungsorganisation der Bezugspersonen an das innere Bindungsmodell der Kinder. Gestört ist Mentalisierung neurobiologisch bei Autismus, psychosozial am stärksten bei Persönlichkeitsstörungen. Doch unsere eigene Mentalisierungsfähigkeit schwankt und ist von unserer Stressregulation abhängig.

Ziel ist, dass die Teilnehmer erkennen, wie sie ihre eigene Mentalisierungsfähigkeit und die ihrer Klienten stärken können, um die Bindungsstruktur ihrer Klienten zu verbessern (und nebenbei gleich ihre eigene mit).

Borderline

Borderline ist einerseits eine Persönlichkeitsstörung, andererseits eine Bezeichnung für ein psychisches Entwicklungsdilemma, in dem Menschen mit pathologischer Beziehungsentwicklung stehen können. In diesem Seminar beschäftigen wir uns damit, was psychodynamisch mit uns selbst passiert, wenn wir Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung begegnen. Wie können wir mit der unausweichlichen Verwicklung umgehen? Logische Schwierigkeiten im Umgang und mögliche Lösungen werden erarbeitet. Dazu ist die Berufserfahrung der Teilnehmer integraler Bestandteil des Seminars.
Über die Beziehungsgestaltung hinaus beschäftigen wir uns mit psychodynamischen und neurobiologischen Aspekten der Borderlinestörung. Mit der Frage, wie eine solche Störung zustande kommt, und wie Menschen mit dieser Störung wieder in einen Entwicklungsprozess einsteigen können. Dazu dienen Modelle aus der Mentalisierungsforschung und Neurobiologie.
Symptome wie Suizidalität, Selbstverletzung, Fremdaggression, Sucht, sexuell selbst- und fremdgefährdende Verhaltensweisen werden diskutiert. Wie damit umgehen?

Depression und Suizidalität im Kindes- und Jugendalter

Die Energien der Erde und des Himmels – Meditationsseminar

Wer sich in tief in der Erde verankern lernt, verliert seine Angst. Wer die Energien des Himmels in sich fließen lassen kann, erhält innere Führung. Somit braucht es keine Entscheidungen mehr, denn durch innere Führung wächst der Weg vor Dir, während Du ihn beschreitest. In diesem Seminar wird unter meiner Anleitung meditiert und wir nähern uns der Wahrnehmung unseres inneren Selbst an. Inneres Lächeln und die Meitri-Meditation führen zu Erleichterung und Klarheit.

Die Kraft Deiner Archetypen

Begegne Deinen Archetypen und tritt in einen inneren Dialog mit Ihnen. Sie bieten Dir Weisheit und Kraft an, doch Du musst den Schatz erst heben…
Archetypen sind personalisierte Kristallisierungen innerer Themen, welche starke Kraft binden oder entfesseln können. Archetypen sind ein Weg, um Ressourcen und kreative Lebenskraft freizulegen. Doch um Schätze zu heben, muss man Emotionen zulassen und wieder verwehen lassen, und so gehen wir diesen Weg gemeinsam.
Anhand der Archetypen-Bilder von Jasmine Wagner werden wir uns der Komplexität den tiefen inneren Botschaften annähern, welche Archetypen für uns bereithalten.

Die Säulen psychischer Gesundheit

Welchen Einfluss haben Ernährung, körperliches Training, Yoga und Meditation auf die menschliche Psyche? Was bewirkt Psychotherapie? Welche Bedeutung haben positive Psychologie und Glücksforschung? Wie viele Bezugspersonen brauchen wir und was sollen diese genau tun? Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem, was wir und die uns Anvertrauten selbst dazu tun können, um psychisch gesund zu bleiben.

Doppeldiagnosen

Doppeldiagnosen stellen uns vor besondere Herausforderungen. Was ist Behinderung, was psychiatrische Symptomatik und wie dem begegnen? Anhand der Fallbeispiele der TeilnehmerInnen auf der einen Seite und Theorie auf der anderen Seite lassen wir uns auf dieses Abenteuer ein. Professionelles Handeln und Grenzen in der Betreuung werden diskutiert. Krankheitsbilder und Leitsymptome: Depression, Angststörungen, Psychosen, autistische Störungen, hirnorganische Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Essstörungen. Medikation wird in ihrer Bedeutung und auch im Rahmen des Kommunikationsprozesses zwischen Behindertenbetreuern und Ärzten diskutiert.

Eigene Ego-States entlarven und verändern

Kennen Sie das? Sie schlittern emotional in einen anderen Teil Ihrer Persönlichkeit. Sie können sich vielleicht noch selbst zuschauen, wie Sie sich auf eine Art verhalten, die Sie gar nicht gut finden, aber es läuft ganz von selbst… Solche Ego-States sind in traumatischen Lebenserfahrungen erworbene innere Anteile, welche sich auf Schlüsselreize hin aktivieren und ein automatisches Programm in Gang setzen, das wir nicht in der Hand haben…Doch solche Ego-States lassen sich entlarven und verändern. Wenn Sie also Ihrer ganz persönlichen Matrix auf der Spur sind, dann sind Sie hier richtig.

Essstörungen

Gemeinsam wachsen durch klare Haltung: Nähe und Distanz in therapeutischen Beziehungen

Nichts mit nach Hause nehmen – so lautet der allgemeine Spruch. Doch was, wenn das gar nicht möglich wäre? Wenn es von der eigenen Lebensgeschichte abhinge, mit welchen Klienten wir uns verwickeln? Kein Entwicklung ohne Verwicklung, aber keine Entwicklung, wenn wir die Verwicklung nicht eng-wickeln. Stillstände im pädagogisch-therapeutischen Prozess sind die Folge. Wir können nur gemeinsam wachsen, wenn wir eine klare Haltung gewinnen. Und um diese Verwicklungen, Entwicklungschancen und die eigene Haltung geht es in diesem Seminar.

Herausfordernde Mitarbeitergespräche

Was sagen Sie, wenn Sie ein Mitarbeitergespräch führen mit jemandem, dem Sie dasselbe schon mehrmals gesagt haben? Wie machen Sie aus Konflikten wieder Chancen? Wie begrenzen und wie motivieren, wenn Grenzen trotz Mitteilung missachtet oder Motivation unerreichbar scheint? Was tun, wenn Mitarbeiter herausfordernder werden als Ihre Kunden?

Ich möchte meine Kompetenz als Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut nutzen, um Ihnen als Führungskraft zur Seite zu stehen, wenn es um herausfordernde Situationen mit Mitarbeitern geht.

Wir arbeiten mit Methoden von Stephen Covey, katathym-imaginativer Psychotherapie, Körpersprache und Neurobiologie, um Ansätze zu finden, die Ihnen weiterhelfen können.

An dem Seminar dürfen nur Führungskräfte teilnehmen und es besteht absolute Schweigepflicht nach außen.

Ziel des Vortrags/Seminars/Workshops:

Ziel ist es, in verfahrenen Situationen wieder einen Weg zu finden, eine Position, um herausfordernden Mitarbeitern fair, aber auch effektiv begegnen zu können.

Interventionen bei Kindern im Vorschulalter aus therapeutischer Perspektive

Im Vorschulalter sind Kinder zur Orientierung in der Welt in einem besonderen Masse zur Orientierung auf Interaktionen mit Bezugspersonen angewiesen.  Nonverbale Frage werden oftmals als Provokation missverstanden. Übertragungen von konfliktbeladenen Bezugspersonen der Eltern, zB von getrennten Partnern in die eigenen Kinder sind keine Seltenheit, sondern gehören zur Normalität einer Gesellschaft, in der sich 60% der Eltern scheiden lassen. Überdies gibt es die ersten psychiatrischen Störungen, die besondere Fähigkeiten im Umgang mit Kleinkindern erfordern. Wir gehen in diesem Seminar den Erkenntnissen der modernen Säuglings- und Kleinkinderforschung nach, suchen nach Wegen im Umgang, lernen Interventionen in Familien mit herausfordernden Kindern im Vorschulalter.

Kids – gefangen im Netz

Wie sich digitale Medien auf Bindungsbeziehungen und Neurobiologie auswirken Neurobiologische Auswirkungen digitaler sozialer Netzwerke zeigen, dass bestimmte Teile des Gehirns anders wachsen, wenn wir unsere Bindungsbeziehungen vorwiegend digital statt face-to-face erleben. Das hat psychiatrisch relevante Nebenwirkungen und bestimmt unsere sozialen Fähigkeiten. Der Vortrag versteht sich als wissenschaftliche Orientierung in einer Welt der digitalen Illusion.

Kinder psychisch kranker Eltern

Kinder psychisch kranker Eltern stehen vor spezifischen Herausforderungen. Wie können wir diese Kinder speziell unterstützen? Welche Gefahren und Chancen wohnen in einem solchen Schicksal?
Kinder- und Jugendpsychiatrie Erkrankungen in der der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden auf ihre biopsychosozialen Hintergründer untersucht. Symptome, Therapie und die Analyse der von den TeilnehmerInnen selbst mitgebrachten Falldarstellungen eigener Kinder und Jugendlicher.

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Krankheitsmodell, Kriterien psychischer Erkrankungen, Persistenz, Risikofaktoren, Resilienz, Suizidalität, Trauma (Vernachlässigung, körperliche Gewalt und sexueller Missbrauch), Auswirkungen von Beziehungsabbrüchen, Therapiekonzept, psychiatrische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

Wir diskutieren, wie eine psychiatrische Krankheit definiert ist, ab wann nennt man jemanden psychiatrisch krank? Welche Kriterien und Klassifikationssysteme gibt es? Welchen Effekt haben Medikamente? Was können Sie und was können Sie nicht? Welche Wirkungen und Nebenwirkungen haben sie? Wie hängen Körper und Seele zusammen? Welche Auswirkung haben körperliche Veränderungen auf die Psyche und welche die Psyche auf den Körper? Wir reden über psychosomatische und somatopsychische Erkrankungen. An Kasuistiken und Fallbeispielen wird das Thema greifbar und deutlich.

Krisenintervention

Katastrophen wie die Amokfahrt in Graz haben wieder gezeigt, wie hilfreich Konzepte und Methoden der Krisenintervention sind. Die internationalen Richtlinien für Katastropheneinsätze zeigen deutlich die Notwendigkeit für die drei Säulen der Krisenintervention: Stabilisierung, Psychoedukation und Ressourcenmobilisierung. Wir trainieren in diesem Seminar Techniken zu allen drei Säulen anhand der Fallbeispiele der Teilnehmer. Doch nicht nur Katastrophen führen zur Notwendigkeit der Krisenintervention, auch Krisen wie Suizidalität, Selbstverletzung, Aggression etc. sind mögliche Teile des Seminars, abhängig von den spezifischen Interessen der Teilnehmer.

Ziel: Die Teilnehmer sollen Menschen mit Symptomen einer Krise erkennen und im Sinne der Ersthilfe mit einfachen Methoden kompetent begegnen können.

Zielgruppe: Psychotherapeuten, Psychologen, Psychiater, Sozialpädagogen

Nach Bedarf kann das Seminar spezifisch auf Krisenintervention bei Kindern und Jugendlichen designt werden.

Medien: Was machen digitale Medien mit unserer Seele?

Digitale Medien, wie Computer, Spielkonsolen, Handys, Internet, Social Media und das Fernsehen, sind unverzichtbare Bestandteile moderner Kommunikation und beeinflussen vielfach unser Leben. Wir arbeiten darin und wir verbringen unsere Freizeit damit. Dennoch machen sie süchtig, schaden Gehirn und Körper und entbilden uns. Das trainingsabhängige Gehirn verkümmert. In diesem Seminar werden ausschließlich wissenschaftlich klar nachgewiesene Studien zitiert. Wir gehen dabei der Frage nach: Was können – und – was sollen wir tun?

Inhalt:

- Auswirkung von Medienkonsum auf die Neurobiologie

- Gefährdungspotential der verschiedenen Medien

- Altersspezifische Unterschiede der Einwirkung

- Wirkung auf psychisch kranke Menschen

- Normales Konsumausmaß und dessen Überschreitung auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen

- Handlungsbedarf und Handlungsoptionen

Zielgruppe: Personen mit Interesse an den Themen Sucht, digitale Medien, Neurobiologie, Sozialpädagogik, Sozialpsychiatrie und Gesundheitsvorsorge

Mentalisierungsunterstützte Pädagogik

Mentalisierung bezeichnet die Fähigkeit, darüber nachzudenken, weshalb das Gegenüber tut, was es tut, warum ich selbst tue, was ich tue und weshalb unsere Interaktion so verläuft, wie sie verläuft. Diese Fähigkeit entwickeln Menschen von Kind an ganz natürlich. Doch gerade traumatisierte Menschen vermeiden diese Fähigkeit, weil sie mit dem Wahrhaben unangenehmer Emotionen, Erinnerungen und Selbstbeurteilung verbunden ist. Diese Vermeidung führt zur Blockade pädagogischer Interventionen, insoweit diese Selbsterkenntnis und das Nachdenken über sich und Andere erfordern würden. Doch zum Glück werden in den letzten Jahren Methoden entwickelt, diese Mentalisierungsblockade zu erkennen und zu verändern. In diesem Seminar beschäftigen wir uns damit, wie Sie in Ihrem Berufsalltag Kinder und Jugendliche doch wieder zum Denken und Spüren und damit zur Veränderung ihrer Impulsivität führen können.

Mentalisierung und Neurobiologie

Mentalisierung bedeutet die Fähigkeit, über sich und Andere psychologisch nachzudenken. Sie stellt die Grundlage unserer psychischen Strukturebene dar. Dieses Seminar beschäftigt sich mit den neurobiologischen Grundlagen unseres sozialen Gehirns.

Neurobiologie: wie die Psyche das Gehirn verändert

Die Forschungsergebnisse der letzten 15 Jahre werden anschaulich dargestellt. Ihr Verständnis ergänzt psychodynamische und soziale Aspekte um den biologischen Aspekt zur Entstehung und Therapie psychiatrischer Krankheiten.In der biologischen Psychiatrie wird gezeigt, wie Neurotransmitter mit psychischen Störungen einhergehen. Üblicherweise wird das so interpretiert, dass Neurotransmitter die Ursache psychischer Erkrankungen seien.Demgegenüber möchte ich die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zeigen. Anhand derer wird deutlich, wie sich unser Gehirn durch das, wie wir verarbeiten und was wir erleben umbaut und sich in einer ständigen Transformation befindet.Die Ergebnisse der modernen Stressforschung hängen dabei direkt mit der Art wirksamer Interventionen zusammen.Ziele Die TeilnehmerInnen verstehen den dreiteiligen Aufbau des psychischen Teils unseres Gehirns. Sie verstehen, wo und an welcher Stelle Interventionen verschiedener psychotherapeutischer, psychosozialer und pädagogischer Interventionen wirksam sind und welche Veränderungen im Gehirn damit einhergehen. Sie verstehen die erfahrungsabhängige Strukturierung unseres Gehirns. Die Bedeutung von Neurotransmittern ist anschaulich geworden.

NeuroDeeskalation

Neurobiologische Grundlagen der Aggression
  • Bedrohungsaggression
  • Bindungsaggression
  • Belohnungsaggression
  • Mentalisierung
  • Körpersprache
Methodik:          Vortrag, Situationstraining, Imaginationen
In diesem Seminar geht es um einen Überblick zu den neurobiologischen Grundlagen der 3 Aggressionsformen und dem Konzept der Mentalisierung auf Großhirnniveau. Jede Aggressionsart wird mit Situationstrainings unterstützt; Imaginationen dienen der Schulung der Intuition. Neurobiologische Grundlagen dienen in meinen Deeskalationstrainings dazu, Menschen in Akutsituationen adäquat zu begegnen. Eskalationen bishin zur Unterbrechung körperlicher Attacken können mit dieser Methodik unterbrochen werden und zur positiven Beziehungsgestaltung genutzt werden. Nonverbale und verbale Techniken werden vermittelt. Neurobiologische Konzepte dienen weiters dazu, Menschen in Eskalationen zu verstehen. Darüber hinaus werden Techniken vermittelt, welche zwischen den Eskalationen benutzt werden können, um diese unwahrscheinlicher werden zu lassen. Das Seminar ist halb theoretisch, halb praktisch angelegt: Situationstrainings dienen dazu, Situationen, welche die Teilnehmer real erlebt hatten, aufzugreifen und zu neuen Lösungen zu führen. Die Sensibilität und Achtsamkeit der Teilnehmer für Betreute und sich selbst wird erhöht.

NeuroDeeskalation als Chance für Bindung – Bindung als Konsequenz

Gewaltsame Eskalationen und bedrohliche Momente sind unausweichliche Begleiter in der Begegnung mit bindungstraumatisierten Kindern und Jugendlichen. Dabei stellen diese Momente gleichzeitig wichtige Chancen in der Bindungsbeziehung zwischen Kindern und Jugendlichen und ihren Betreuern dar. In diesem Seminar zeige und erkläre ich, wie man die ersten Sekunden einer Eskalation nützt, um diese zu deeskalieren und gleichzeitig Bindung herzustellen.
Belohnungen und Konsequenzen sind übliche Methoden unserer Pädagogik. Ich stelle mein neues Konzept vor, dass mir ungleich hilfreicher erscheint: Bindung als Konsequenz. Damit ist auch gleich das wichtigste Thema zur Verhinderung von Eskalationen im Langzeitkontext am Tisch: Bindung erzeugt Motivation, Loyalitätskonflikte und bringt uns in das Dilemma Profession versus Mensch zu Mensch-Begegnung. Aber um Bindung kommen wir nicht herum. Sie ist der Boden, auf dem wir stehen. In diesem Seminar zeige ich, wie man Bindung als Konsequenz nutzen kann, und damit Motivation erzeugt.

NeuroDeeskalation als Chance in der Begegnung mit behinderten Menschen

Eskalationen stellen große Belastungen für betreute Menschen und Mitarbeiter einer Einrichtung dar. Es kann zu Traumarisierungen aller Beteiligten kommen, welche das Arbeitsklima belasten und bis zu Kündigungen oder Krankenständen führen können. In diesem Seminar widmen wir uns mit der Technik der NeuroDeeskalation der Frage, wie man Menschen in Eskalationen bindungsförderlich begegnen kann. Denn Eskalationen stellen auch Schlüsselmomente im Rahmen einer Bindungsbeziehung dar. Um die darin entstehenden Chancen zu nutzen, bedarf es der Erkenntnis über die der Eskalation innewohnende Botschaft. Wir wollen uns anhand der von den Teilnehmern geschilderten Eskalationen dieser Frage widmen.

Neue Ziele erreicht man nicht auf alten Wegen: Vision und Introjekt

Introjekte sind Programme, die in uns installiert sind und unser Handeln wie automatisiert bestimmen. Handeln unsere Introjekte, schreiben nicht wir unser Leben. Doch was, wenn wir die Introjekte beiseite stellen, auflösen, ihnen neue Aufgaben zuweisen, was stellen sich dann in unserem Inneren für Ziele ein? Was ist dann die Vision unseres Lebens? Eine ganz spezielle Visionssuche.

NeuroMotivation

Selbst chronisch Demotivierte reagieren zielgenau auf neurobiologisch geplante Motivationsstrategien. NeuroMotivation arbeitet auf vier Motivationsebenen, die den vier Motivationsnetzwerken im Gehirn entsprechen. Klar und einfach lässt sich über genaue Achtsamkeit auf Wortwahl, Einsatz von Bildern und Themen, Motivation gezielt erzeugen. Wenn Sie zu der neuen Generation von Menschen mit sensiblem, genauen Umgang gehören wollen, die ihre Klienten neuroorientiert zu einem Verhalten motivieren wollen, dann sollten Sie sich dieses Seminar nicht entgehen lassen.  Aber Vorsicht! Änderungen des eigenen Kommunikationsverhaltens können die Folge sein!

NeuroMotivation fordernder KlientInnen

Wir Alle kennen das: der Patient kommt bei der Tür herein und spult die gleichen Sätze ab wie bei den vergangenen Terminen. Die sinnlose Wiederholung, aber auch das vermittelte, scheinbar unveränderliche Leiden können uns hilflos, ärgerlich oder ungeduldig machen. Was tun?

Selbst Schmerz- und Suchtpatienten reagieren zielgenau auf neurobiologisch geplante Motivationsstrategien. NeuroMotivation arbeitet auf vier Motivationsebenen, die den vier Motivationsnetzwerken im Gehirn entsprechen. Klar und einfach lässt sich über genaue Achtsamkeit auf Wortwahl, Einsatz von Bildern und Themen, Motivation gezielt erzeugen.

Wenn Sie zu einer neuen Generation von Ärzten gehören wollen, die ihre Patienten neuroorientiert zu Gesundheitsverhalten motivieren will, dann sollten Sie sich dieses Seminar nicht entgehen lassen. Aber Vorsicht! Änderungen des eigenen Kommunikationsverhaltens werden die Folge sein!

Provokation ist eine Frage

Provokationen, Stehlen und Lügen bringen Betreuer oft an ihre Grenzen. Doch bei bindungstraumatisierten Kindern und Jugendlichen können gerade diese Verhaltensweisen die Sehnsucht nach Bindung und deren gleichzeitige Abwehr anzeigen. Provokation ist eine Frage. Eine Frage nach Bedeutung, nach Geführt-Werden, eine Frage nach Bindung, die trägt bei gleichzeitigem seelischem Schmerz. Stehlen ist Folge früher Vernachlässigung und zeigt die Verdinglichung unserer Bindungssehnsucht an. Lügen entspricht der Strategie des Als-ob-Modus bei Verweigerung des Nachspürens und Nachdenkens (Mentalisierens). Wenn Sie Lust haben, Ihre Kinder und Jugendlichen besser zu verstehen und Strategien zu entwickeln, die tragen, dann sind sie hier genau richtig.

Psychiatrische Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen

Krankheitsmodell, Kriterien psychischer Erkrankungen, Persistenz, Psychopharmaka, psychiatrische Störungsbilder.

Die genauen Schulungsinhalte, also welche Störungsbilder erarbeitet werden, wird mit den speziellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen abgestimmt und liegt somit am Interesse der TeilnehmerInnen. Fallbeispiele der TeilnehmerInnen sind integraler Bestandteil des Seminars.

Psychische Erkrankungen in den ersten fünf Lebensjahren

Psychische Erkrankungen finden in den ersten fünf Lebensjahren in Europa wenig Beachtung. Dagegen gibt es im angelsächsischen Raum klare Klassifikationssysteme für psychiatrische Erkrankungen in den ersten fünf Lebensjahren. Daneben beziehen sich die grundlegende Thesen der allgemeinen Entwicklungspsychologie  und der speziellen Entwicklungspsychologien einiger psychotherapeutischer Schulen auf die Geschehnisse in den ersten fünf Lebensjahren. Häufigkeit, Entwicklung, Chancen und Risiken psychischer Erkrankungen in den ersten fünf Lebensjahren.

Psychopharmaka

Verschiedene Klassen von Psychopharmaka werden hinsichtlich Einsatzgebiet, Wirkung und Nebenwirkung vorgestellt. Unterschiede in der psychopharmakologischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen zu Erwachsenen, Off-Label-Use werden eingehend diskutiert.

Schuld und Scham

Schuld und Scham sind unter den hemmenden Gefühlen wie Angst, Wut, Hilflosigkeit oft jene, welche Klienten am wenigsten gerne zeigen und verändern möchten und können. Wir stellen uns in diesem Seminar der Frage, wie wir entdecken können, dass Klienten unter diesen Gefühlen leiden. Es geht um die Frage, ob wir Klienten in ihrem Mut, sich diesen Themen zu stellen und diese zu verändern, unterstützen können. Oder, im einfacheren Fall, sie entlasten können. Da Gegenübertragungsgefühle wie eigene Schuld oder Scham wesentliche Hinweise sein können für die Schuld oder Scham im Klienten, ist Selbsterfahrung in diesem Seminar integriert.

Selbstschutz in herausfordernden Arbeitssituationen – Achtsamkeitstraining

Im beruflichen Feld ist es eine große Herausforderung, sich nicht zu verlieren: in Emotionen, in Ansprüchen, in verwickelten Beziehungen mit Klienten. Dazu braucht es spezielle Fähigkeiten, wenn wir nicht den Weg der psychischen Abschottung gehen wollen. Diese Fähigkeiten werden im Seminar geübt und anhand von Fragebogen messbar verändert.

Sexueller Mißbrauch, körperliche Mißhandlung, Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen

Suizidalität und Selbstverletzung

Was tun bei Suizidalität und/oder selbstverletzendem Verhalten? Wie erkennen wir es? Wir sprechen wir es an? Welches Vorgehen ist hilfreich? Wann ist eine Klinikeinweisung erforderlich? Was können Eltern tun? Was Pädagogen und Therapeuten?

Täter – Opfer – Retter: die innere und äußere Bühne struktureller Gewalt

Um sich fortan vor weiterer Traumatisierung schützen zu können, spiegeln Opfer traumatischer Gewalt die Täter genau in die eigene Psyche ein. In Folge entsteht das Dramadreieck der drei Traumarollen Täter, Opfer und Pseudoretter auf der inneren Bühne des Betroffenen. Diese Traumarollen werden aber nicht nur intrapsychisch wirksam, sondern Menschen, denen der Traumatisierte begegnet, unbewusst angeboten. Teammitglieder können sich, je nach eigener Lebensgeschichte, mit diesen Traumarollen unbewusst identifizieren und aus dieser Rollenidentifikation heraus dem inneren Traumasystem des Klienten gemäß handeln. Diese Rollen werden in Teambesprechungen und Supervisionen hineingetragen. Dort entfalten sie dann die äußere Bühne struktureller Gewalt.

Auf dieser äußeren Bühne, also der Bühne des Teams und der hierarchischen Gegebenheiten des Organigramms, reinszenieren sich aggressive, hilflose und narzisstisch-emotionsblinde Handlungen der Teammitglieder gegeneinander. Oft strahlen diese Identifikationen auch in übergeordnete Strukturen wie Supervisoren, Führungspositionen, Ämter, Polizei, Gerichte etc. aus und werden dort wirksam. Teammitglieder beginnen einander zu betrachten wie Mitglieder des Traumasystems des Klienten. Reinszenierung mit erneuter Gewalt in verteilten Rollen, Entlassung des Klienten, Spaltungen im Team bis hin zur Entlassung von Mitarbeitern sind die Folge. Gegenmittel: eine klare Haltung, eine gut definierte Rolle, ein klar definiertes Setting, Supervision und ein Durchleuchten der eigenen Lebensgeschichte auf offene Türen für Identifikationen mit den Traumarollen.

Teamtag: Konflikte und Vision

Je klarer die Vision eines Teams, desto weniger Konflikte stellen sich ein.

Trauma

Trauma beruht auf einer speziellen Neurobiologie, aus deren Verständnis sich therapeutisches und pädagogisches Vorgehen ableiten lassen. Bindungstraumatisierte Menschen stehen vor psychischen Dilemmata, für deren Bewältigung sie zentrale pathologische Strategien entwickeln. Diese pathologischen Strategien können in der Betreuung zusätzlich zu den vorhandenen Traumasymptomen zu enormen Herausforderungen werden. In diesem Seminar geht es um das Verständnis und die logischen Konsequenzen neurobiologischer und psychodynamischer Traumakonzepte. Dabei werden den Teilnehmern Handlungsstrategien deutlich, die direkt im eigenen Erlebensumfeld privat wie beruflich umgesetzt werden können. Trauma bietet aber auch eine Entwicklungschance: manche Menschen erleben aussergewöhliches psychisches Wachstum als Folge von Traumatisierung. Diese Diversität psychischer Entwicklung eröffnet Spielraum in der Begegnung. Fallbeispiele der Teilnehmer oder auch eigene Betroffenheit sind willkommen und finden Eingang ins Seminar.

Traumatisierung im Säuglings- Kindes- und Jugendalter

Definition und Neurobiologie von Traumatisierung, Bedeutung des Lebensalters und der zentralen Bezugspersonen für die Entstehung von Symptomen durch ein Trauma, Auswirkungen und Prognose bei Traumatisierung, Häufigkeit, Bedeutung des Unterschieds zwischen verschiedenen Formen von Traumatisierung. Weitere Inhalte sind: klare Definitionen posttraumatischer Symptome nach Lebensalter, die Traumaforschung, Psychoanalyse und Bindungstheorien und das Stress-Coping-Umwelt-Modell.Ziele des Seminars: Die TeilnehmerInnen kennen aufgrund des Seminars selbstständig mögliche Symptome, die bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen auf aktuelle oder vergangene Traumatisierung hinweisen. Sie können die Entscheidung zur Empfehlung einer kinder- und jugendpsychiatrischen Abklärung treffen und wissen, wohin sie zuweisen können. Die TeilnehmerInnen verstehen die neurobiologischen Zusammenhänge von Traumatisierung und die Folgen für die Stressverarbeitung. Zusätzlich haben sie erste Methoden der spezifischen Stressreduktion nach Traumatisierung kennengelernt. Die TeilnehmerInnen verstehen die Implikationen, die Traumatisierung für die Beziehungsgestaltung der Betroffenen hat.

Verhaltensstörung und Behinderung – Grundlagen und Praxis

Behinderte Patienten stellen uns mit ihren Verhaltensstörungen vor besondere Herausforderungen. Im Seminar werden die Häufigkeit psychiatrischer Erkrankungen bei geistiger Behinderung sowie der Umgang mit Verhaltensstörungen erarbeitet. Die von den TeilnehmerInnen erzählten Fallbeispiele dienen dabei als Übungsbeispiele.

Zurückgeben und neu ordnen: Aufstellungstag

Aufstellungen führen zu überraschenden Veränderungen eigener Sichtweisen, erweiterten Möglichkeiten und Belebung verschütteter eigener Anteile. Dabei können Herzenswünsche, Konflikte und Symptome eine völlig neue Perspektive erhalten.

Wenn Sie mit einem Thema beschäftigt sind, zu dem Sie gerne mehr Klarheit hätten oder eine Veränderung wünschen, dann sind Sie hier richtig. Was ersehnen Sie sich? Und was hindert Sie daran? Gerade Konflikte, die unlösbar scheinen, können mit dieser Methode eine wohltuende Lösung erfahren.
An diesem Tag können drei bis vier Personen ihr Thema aufstellen. Die übrigen Teilnehmer profitieren durch das Verkörpern von Positionen als Repräsentant oder als als Zeugen der Wandlung, die sich im Raum vollzieht.

Zwischen Medienkompetenz und digitaler Demenz: was Eltern über die Wirkung digitaler Medien auf ihre Kinder wissen sollten

Eltern stehen heute vor einer Situation wie keine Generation davor: selbst noch wenig mit digitalen Medien aufgewachsen, begegnen sie ihren Kindern, für die eine Welt ohne diese nie existiert hat. Dabei gilt es, die Auswirkungen von Medien auf die Gehirnentwicklung der Kinder näher unter die Lupe zu nehmen: kann es sein, das unsere Kinder Schaden nehmen? Und wenn ja: was tun? In diesem Vortrag werden ausschließlich wissenschaftlich klar nachgewiesene Studien zitiert. Und ein paar mögliche Lösungen angeboten. Aber Vorsicht: der Vortrag kann zur Veränderung des eigenen Medienverhaltens führen!